Was der EU-Emissionshandel ETS-2 ab 2028 für Ihre Heizkosten bedeutet
Seit 2021 wird in Deutschland auf fossile Brennstoffe eine CO2-Abgabe erhoben. Sie soll den Umstieg auf klimafreundliche Technik beschleunigen und steigt planmäßig: von 25 Euro pro Tonne CO2 beim Start auf aktuell 55 bis 65 Euro.
Der entscheidende Wendepunkt kommt mit dem EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS-2), der nach aktuellem Stand 2028 startet. Dann wird der CO2-Preis nicht mehr politisch festgelegt, sondern am Markt gebildet – wie ein Börsenkurs. Experten-Prognosen für 2030 reichen von 120 bis 200 Euro pro Tonne.
Ein Liter Heizöl verursacht rund 2,65 Kilogramm CO2. Für ein Einfamilienhaus mit 2.000 Litern Verbrauch pro Jahr bedeutet das:
Wohlgemerkt: Das kommt zusätzlich zum eigentlichen Ölpreis. Bei Erdgas sieht die Rechnung ähnlich aus, nur etwas milder.
Strom trägt keine CO2-Abgabe nach ETS-2-Logik für Ihr Heizen – und wenn er vom eigenen Dach kommt, kostet er ohnehin nur einen Bruchteil. Eine Wärmepumpe mit PV-Anlage koppelt Ihre Heizkosten dauerhaft von der Abgabenspirale ab.
Noch fördert der Staat den Umstieg mit bis zu 80 Prozent über die KfW – der Austauschbonus von 16 Prozent gilt aber nur noch in voller Höhe bis Anfang Februar 2027, danach schmilzt er ab. Teurer werdende Abgabe auf der einen Seite, schrumpfende Förderung auf der anderen: Das Zeitfenster für den wirtschaftlich optimalen Wechsel ist jetzt.
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